Kompostierung

Kompostierung bzw. Umgang mit organischem Gartenmaterial

Angesichts der zunehmenden Umweltbelastung müßte es das Bestreben eines jeden Gartenbesitzers sein, Stoffkreisläufe im eigenen Garten zu schließen und auf mineralische Dünger zu verzichten.

Dies ist in Anbetracht der Tatsache, daß tausende Organismen nur auf "Gartenabfall" warten, eigentlich kein Problem.

KompostierungDenn sowohl seine Pflanzen,als auch die gesamte Bodenfauna danken es dem Gartenbesitzer, wenn er organischen "Abfall" auf dem Boden beläßt. Regenwürmer, Asseln, eine Vielzahl von Mikroorganismen und Pilzen, bauen diese Rückstände vor Ort ab.

Regenwürmer spielen in naturnahen Pflanzungen eine bedeutungsvolle Rolle. Sie sind ständig damit beschäftigt den Boden umzuschichten und tragen zur Tiefenlockerung bei. Dadurch regen sie die Aktivität der Bodenbakterien an und sind als nützliche Pflanzenzersetzer beteiligt, die Humifizierung der organischen Bestandteile zu beschleunigen.

Dazu brauchen sie jedoch auch die Nahrung.

Räumt der Gartenbesitzer, aus meist optischen Gründen diese organischen Bestandteile ab, entzieht er nicht nur den Bodenorganismen, und somit langfristig seinen Pflanzen die Futtergrundlage, sondern beraubt auch noch dem Boden seinen natürlichen Austrocknungs- und Winterschutz.

Die Folge des "sauberen Gartens" ist eine geringe Humusbildung, eine schlechte Belüftung des Bodens, sowie ein gestörter Wasserhaushalt. Diese Faktoren führen zu reduzierter Bodenfauna und letztendlich zu reduziertem Pflanzenwachstum. Ein so geschädigter Boden kann sich nur schwer regenerieren.

Hier greift der Hobbygärtner nun oft zu mineralischen Düngern, oder überschüttet seine armen Pflanzen dann auch noch mit Torf; das sollte nach Möglichkeit vermieden werden!

Dazu kann eine Kompostierung überschüssiger Gartenabfälle beitragen. Sie bietet eine kostenlose Verwertung eigenen organischen Materials mit der Einsparung der Folgekosten von Abtransport, Entsorgung und dem Kauf notwendiger Ersatzstoffe. Der ausgebrachte Grobkompost, zusammen mit dem im Beet befindlichen Humus, senkt die Verdunstung des Wassers aus dem Boden. Der hierdurch erzielte Kälteschutz verhindert etwaige Pflanzenverluste.

Der Gärtner, seine Pflanzen und die Tiere sind glücklich.

Des Weiteren gibt es vielfältige Möglichkeiten Laub, Astschnitt und Totholz im Garten gestalterisch und ökologisch sinnvoll zu verwenden. Hier sei nur kurz auf Totholzhecken, Igelquartiere für den Winter, sowie Totholzhaufen für diverse Insekten und die von ihnen lebenden Vögel genannt.

Empfohlen von Bioland - Fachbetrieb für Naturnahes Grün NaturGarten e.V.

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