Form und Riegel mussten erst zerspringen,
Welt durch aufgeschlossne Röhren dringen:
Form ist Wollust, Friede, himmlisches Genügen,
Doch mich reißt es Ackerschollen umzupflügen

 

Ernst Stadler, Anfang des Gedichts "Form ist Wollust", aus "Der Aufbruch", Leipzig 1914, Verlag der weissen Bücher

 

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=IQBncz9RmqA

 

 

 

Ich lebe und weiß nicht wie lang.
Ich sterbe und weiß nicht wann.
Ich reise und weiß nicht wohin.
Mich wundert's, dass ich so fröhlich bin.

 

Autor (mir) unbekannt

 

 

 

 

Spät habe ich dich geliebt, du Schönheit, so alt und doch so neu,
spät habe ich dich geliebt!
Und siehe, du watest im Innern,
und ich war draußen und suchte dich dort (…)
Die Außenwelt hielt mich lange von dir fern,
und wenn diese nicht in dir gewesen wäre,
so wäre sie überhaupt nicht gewesen.
Du riefest und schriest und brachst meine Taubheit.
Du schillertest, glänztest und schlugst meine Blindheit in die Flucht.
Du wehtest und ich schöpfte Atem und atme zu dir auf. (…)

 

Aurelius Augustinus: Bekenntnisse, Zehntes Buch - Siebenundzwanzigstes Kapitel, Übersetzung von Otto F. Lachmann: Die Bekenntnisse des heiligen Augustinus. Leipzig : Reclam, 1888 [u.ö.] (Reclams Universal-Bibliothek ; 2791/94a).

 

 

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